Neurodermitis - Vorbeugende
Maßnahmen (Prophylaxe)
Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass
eine primäre Prophylaxe durch ein konsequentes Stillen über
die ersten 6 Monate gegeben ist. Das Zufüttern beim Säugling
von Fremdeiweiß (z. B. Kuhmilch) sollte vermieden werden um
die Häufigkeit und Schwere von atopischen Erkrankungen zu verringern.
Besteht bereits eine Erkrankung an Neurodermitis
können sich Patienten gezielt durch eine sekundäre Prophylaxe
vor neuen Krankheitsschüben schützen.
Im Mittelpunkt hierbei steht die Kontaktvermeidung
mit bekannten Allergenen. So können beispielsweise antiallergische
Bettbezüge die Konzentration der Hausstaubmilbenallergene reduzieren.
Sind Reaktionen gegen Fremdeiweiß bekannt,
sollten diese Nahrungsmittel (z. B. Hühnereiweiß, Kuhmilch)
unbedingt gemieden werden. Für Säuglinge gibt es spezielle,
allergenarme Nahrung. Wenn eine Überempfindlichkeit gegen Tierhaare
besteht, ist der Kontakt zu Tieren weitgehend zu vermeiden.
Patienten mit Neurodermitis sollten Kleidung aus
Baumwolle tragen. Wolle oder synthetische Stoffe in denen man schwitzt,
sollten nicht getragen werden.
Auch Zigarettenrauch ist ein wichtiger Verstärkungsfaktor
(Triggerfaktor) für die Erkrankung. Ein Haushalt mit an Neurodermitis
erkrankten Menschen sollte unbedingt rauchfrei sein.
Prognose
Bei der Hälfte aller Babys verabschieden
sich die Hauterscheinungen innerhalb der ersten zwei Jahre. Bei
weiteren 20 Prozent der Kinder hören die Schübe mit der
Pubertät auf. Auch wenn keine "Heilung" der Neurodermitis
möglich ist, können viele Patienten mit den angebrachten
Vorsichtsmaßnahmen und den heute zur Verfügung stehenden
Medikamenten ein normales Leben führen.
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